Am 6. Juni 2025 übergab die Jugend-Enquete-Kommission 2024 ihr Policy Paper zum Thema Demokratieförderung an Abgeordnete des Deutschen Bundestages. Die Veranstaltung im Deutschen Bundestag in Berlin brachte die Kommissionsmitglieder mit rund 25 Politiker:innen und Vertreter:innen aus mehreren Fraktionen zusammen, darunter Saskia Esken, die Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Yvonne Magwas, Bundestagsvizepräsidentin a. D. und Schirmherrin der Jugend-Enquete-Kommission e.V., sowie Josephine Ortleb, Bundestagsvizepräsidentin. Dass Abgeordnete quer durch das parlamentarische Spektrum den Weg ins Gespräch fanden, unterstrich den überparteilichen Anspruch der Kommission und des Vereins.

Eröffnet wurde der Vormittag mit zwei Grußworten. Saskia Esken würdigte den Beitrag junger Menschen zur politischen Willensbildung und ordnete die Arbeit der Kommission in die Debatte um eine wehrhafte Demokratie ein. Im Anschluss sprach Yvonne Magwas über die Bedeutung verlässlicher Beteiligungsformate für das Vertrauen junger Menschen in demokratische Institutionen.

Danach stellte Johanna Heuchling, Vorständin und Co-Founderin, den Verein und seine Arbeitsweise vor. Johannes Schmidt-Kessel gab einen Einblick in die Jugend-Enquete-Kommission 2024: in die Zusammensetzung der Kommission, den Arbeitsprozess über mehrere Treffen hinweg und den Austausch mit Expert:innen und zivilgesellschaftlichen Akteur:innen, auf dem die Empfehlungen aufbauen.

Den Kern der Veranstaltung bildete die Präsentation des Policy Papers durch Stefan Smid und Hannah Kleiner. Sie stellten die drei Empfehlungsbündel vor, in denen die Kommission ihre Vorschläge gebündelt hatte: die Zivilgesellschaft abzusichern, eine gemeinsame Faktenbasis zu sichern sowie Wehrhaftigkeit und Partizipation auszubauen. Zu jedem Bündel erläuterten sie die zugrunde liegende Problemanalyse und die daraus abgeleiteten konkreten Handlungsempfehlungen.

Im Anschluss an die Präsentation stand der Austausch im Mittelpunkt. In Gesprächen zwischen Kommissionsmitgliedern und Abgeordneten wurden einzelne Empfehlungen vertieft, kritisch hinterfragt und mit den Erfahrungen aus der parlamentarischen Praxis abgeglichen. Für die Jugendlichen war dies der Moment, auf den die Arbeit des vergangenen Jahres hingeführt hatte: die eigenen Vorschläge unmittelbar dort zu diskutieren, wo über ihre Umsetzung entschieden wird.

Die Übergabe markierte einen wichtigen Meilenstein für die Jugend-Enquete-Kommission 2024. Sie zeigte, dass junge Menschen fundierte und anschlussfähige Beiträge zu zentralen gesellschaftlichen Fragen leisten können und dass diese Beiträge im parlamentarischen Raum Gehör finden. Wir bedanken uns bei allen Abgeordneten und Vertreter:innen, die sich Zeit für die Übergabe und den anschließenden Austausch genommen haben. Mit der Übergabe endet die Arbeit der Kommission jedoch nicht: Die Kommissionsmitglieder setzen sich weiterhin dafür ein, ihre Empfehlungen zur Demokratieförderung in die politische Debatte zu tragen.

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